Berechnungsgrundlage

Berechnungsgrundlagen für die Milcherzeugung aus Maissilage*

Annahmen:

  • Die Milchkühe werden nur mit Maissilage gefüttert. In der Realität wird daneben auch Kraftfutter aus Getreide sowie z.B. Rapsschrot und ggf. Grassilage gefüttert.
  • Die Milchleistung einer Kuh wird neben genetischen Faktoren durch die Energieaufnahme mit der Fütterung bestimmt, die hier die Grundlage für nachfolgende Kalkulationen bildet. In der Realität beeinflussen auch andere Aspekte, wie z.B. die Eiweißversorgung, die Leistung.

Unter diesen vereinfachenden Annahmen benötigt eine durchschnittliche Milchkuh, die 650 kg wiegt und 8000 Liter Milch im Jahr gibt, 7 Megajoule (MJ) an Energie je Liter Milch.

Außerdem gilt:
1 Tonne Mais (Frischmasse) hat einen Energiegehalt von 2264 MJ. Je Hektar Mais ist durchschnittlich mit einem Ertrag von 30 Tonnen Frischmasse zu rechnen (bei Silomais wird die ganze Pflanze geerntet.) Dies entspricht einem Energieertrag von 67 932 MJ je Hektar.

Auf dieser Basis können mit dem Ertrag von einem Hektar Mais 13590 l Milch erzeugt werden.

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Milchfrischprodukten (Frischmilch, Sahne, Joghurt, Quark) beträgt 86 Kg/Jahr in Deutschland. Damit können mit der von einem Hektar Mais erzeugbaren Milch 158 Menschen mit Frischmilchprodukten versorgt werden.

* Die Silagebereitung dient der Futterkonservierung. Für die Maissilage wird die ganze Pflanze geerntet, in ein Silo gefüllt, verfestigt und luftdicht abgedeckt. Milchsäurebakterien vergären den Zuckeranteil der Pflanzenmasse und bilden daraus Milchsäure. Sie gibt dem Gemisch einen säuerlichen Geruch und Geschmack und einen pH-Wert von unter 4 und verhindert damit das Wachstum von Fäulnisbakterien. Schließlich ist das Gemisch so sauer, dass selbst die Milchsäurebakterien gehemmt werden. Die Gärung kommt zum Stillstand und das silierte Futter ist nun lange Zeit haltbar.