Aktuelles zum Pechpfuhl

Über die Vorbereitungen für die Wiederherstellung des Pechpfuhls hatten wir berichtet. Wer gerne nochmals nachlesen möchte, kann das hier tun.

Nachdem wir alle Genehmigungen und im Dezember 2025 die Förderzusage des Naturschutzfonds Brandenburg erhalten haben und auch ein Tiefbauunternehmen beauftragt worden ist, sollten eigentlich im Winter 25/26 bzw. im Frühjahr die Arbeiten erfolgen. Das langanhaltende Winterwetter im Januar und Februar hat uns aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zunächst war es der Dauerfrost und danach der mit Tauwasser seit langem wieder gut gefüllte Pechpfuhl, der keine Arbeiten zuließ.

Das alles ist aber kein Hinderniss für uns. Mit dem Bauunternehmen haben wir abgesprochen, die Maßnahme auf den Herbst zu verschieben. Naturschutzfachlich wie auch bautechnisch ist das ohnehin die bessere Zeit. Die Fördermittel stehen bis Ende dieses Jahres zur Verfügung. Dass der Pfuhl aktuell wieder mit Wasser gefüllt ist, ist gut für die Natur und insbesondere für die Amphibien. Inzwischen haben sich u. a. Wildenten und Blässhühner eingefunden.

Wir hatten das Glück, dass Jürgen Kiwit aus unserem Verein den Pechpfuhl für uns mit seiner Drohne gefilmt hat. So können alle, die nicht dort vorbeikommen, den Pechpfuhl als Gewässer erleben. Wir sind gespannt, wie lange der Pfuhl mit Wasser gefüllt sein wird.

Unsere Frühlings-News

Oriolus oriolus (© Patricia Wacker)

Wir freuen uns über die Veröffentlichung unseres 26. Newsletters.
Wir erzählen in dieser Ausgabe von

  • unserem Projekt Pechpfuhl als zukünftiges Amphibien-Laichgewässer,
  • der Vogelwelt,
  • unseren Erfahrungen zum müllfreien Feld
  • und noch Einigem mehr.

Bohrungen am Pechpfuhl

Ein Gastbeitrag von Jürgen O.

Die Vorarbeiten zur Wiederherstellung des Pechpfuhls als temporäres Kleingewässer für Amphibien gehen voran.

Erkundung des Pechpfuhls durch Martina Wagner und Martin Kaupenjohann (© Jürgen Ohlhoff)

Martina Wagner als unsere Naturschutzexpertin geht davon aus, dass die Vertiefung des Pechpfuhls notwendig ist, damit dieser zumindest im Winter und Frühjahr wieder Wasser führt.

Der Pechpfuhl hat offenbar keine Verbindung zum Grundwasser und wird hauptsächlich durch unterirdische Zuflüsse aus den höherliegenden Zonen in unmittelbarer Umgebung gespeist. Ein wichtiger Schritt ist, den Aufbau der Bodenschichten zu erkunden, um zu wissen, in welcher Tiefe die wasserundurchlässige Bodenschicht liegt, wie es sich mit dem Wasserzufluss verhält und wie viel Boden voraussichtlich ausgehoben werden muss.

Expert*innen unter sich (v.l.n.r. Martina Wagner, Gerd Wessolek, Martin Kaupenjohann und Kathrin Schlegel als Maulwurf verkleidet © Jürgen Ohlhoff)

Wir freuen uns sehr, dass uns dabei die Bodenkunde-Experten Prof. Martin Kaupenjohann und Prof. Gerd Wessolek, beide früher TU Berlin, unterstützen. Sie haben sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht und ein Bodenprofil erstellt. Die Ergebnisse zeigen, dass bereits ab einer Tiefe von ca. 50 cm eine Tonschicht beginnt, die ca. 80 cm mächtig ist und damit die Versickerung des Pechpfuhl-Wassers in tiefere Bodenschichten verhindert.

Bodenprofil (© K. Schlegel)

Der Aushub der über der Tonschicht gelegenen Sand-/Lehmschicht, die ursprünglich mit dem Wasser aus der Umgebung des Pechpfuhls eingetragen worden ist, könnte damit deutlich geringer ausfallen als ursprünglich erwartet. Unter der Tonschicht befindet sich offenbar eine Torfschicht. Prof Wessolek wird auf dieser Basis ein Gutachten anfertigen, das auch die hydrologischen Verhältnisse am Pechpfuhl beleuchten wird.

Mit diesem Wissen gehen wir dann den nächsten Schritt.