Ein Erinnerungsort für das Wohnlager XX Frohnau

Einweihung der Gedenktafel am Samstag, 7. November 2026, um 11 Uhr

Am Rande der Gartenstadt Frohnau, auf dem Stolper Feld, befand sich von 1942 bis 1945 das nationalsozialistische Zwangsarbeiterlager „Wohnlager XX Frohnau“. Tausende Menschen aus den von Deutschland besetzten Ländern mussten hier untergebracht werden und Zwangsarbeit leisten. Auch ein sogenanntes Arbeitserziehungslager, in dem Menschen unter besonders harten Bedingungen inhaftiert waren, gehörte zum Lagerkomplex.

Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet die Geschichte dieses Ortes weitgehend in Vergessenheit. Bis heute sind auf dem Stolper Feld Relikte des Lagers erhalten, darunter Mauerreste, Fundamente und ehemalige Lagerstraßen.

Der Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau e. V. und wir haben es uns gemeinsam mit weiteren Unterstützenden zur Aufgabe gemacht, an dieses weitgehend vergessene Kapitel der örtlichen Geschichte zu erinnern.

Nun wird am Stolper Feld ein weiterer Schritt getan: Eine Hinweistafel informiert über die Geschichte des Lagers und macht den Ort als Erinnerungsort sichtbar.

Wir laden herzlich zur Einweihung der Tafel ein:
Samstag, 7. November 2026, um 11 Uhr
Ort: am Mauerweg zwischen Gollanczstraße und Alemannenstraße (s. Lageplan)

Im Rahmen der Veranstaltung wird Frau Werner, die Erste Beigeordnete der Stadt Hohen Neuendorf und ständige Vertreterin des Bürgermeisters, ein Grußwort sprechen. Weitere Gäste aus dem Bezirk Reinickendorf sind angefragt.

Die Erforschung der Geschichte des Wohnlagers und die Gestaltung des Erinnerungsortes stehen erst am Anfang. Mit der Einweihung möchten wir dazu beitragen, die Erinnerung wachzuhalten und diesem Ort in unserer Nachbarschaft die Aufmerksamkeit zu geben, die er verdient

Wir freuen uns auf Euer Kommen.

 

 

Wohnlager XX in Frohnau

Anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des 2. Weltkriegs in Europa schenkte uns Luis Griebel einen Beitrag zum Wohnlager XX in Frohnau, dessen Überreste noch heute am Rande des Stolper Feldes zu sehen sind. Dieser Text, sowie weitere spannende Informationen rund um die Stolper Felder, befindet sich in unserer beliebten Leseecke.

Wohnbaracken des Wohnlagers Frohnau (Quelle: Stadtarchiv Hennigsdorf, B/008/A, S/097, 5)

Luis Griebel ist ein junger Forscher, der sich seit einiger Zeit intensiv mit der Berlin-Brandenburgischen Geschichte mit einem Fokus auf die NS-Zeit befasst. Auf seiner Internetseite finden sich noch mehr Informationen zum Wohnlager mit einigen Fotos, aber auch noch weitere Projekte, an denen er arbeitet.

Karte des Wohnlagers Frohnau (© Luis Griebel)

29. Newsletter der Vielfalt

Heute ging unser 29. Newsletter per Mail an alle, die unseren Newsletter abonniert haben.

Wir erzählen in dieser Ausgabe in alphabetischer Reihenfolge von unserer Arbeit in den letzten 5 Monaten. Es gibt Infos zu

  • Anbauplanung 2025
  • Dirtpark
  • Grundstücksverkauf am Stolper Feld
  • Humus und Komposttee
  • Kunstwerk am Mauerweg
  • Vandalismus am Stolper Feld
  • Wanderweg Osramsiedlung
  • Wohnlager XX
  • Wohnungsangebot für Vögel
  • und vielem mehr.

Viel Freude beim Lesen!

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Historische Informationen fürs Stolper Feld gesucht

Heute gibt es mal etwas zu berichten, was eine andere Form der Vielfalt auf dem Stolper Feld als Blühstreifen, Wege oder gar Regenwürmer angeht.

Seit letztem Jahr wird aktiv geforscht und zwar rund um die Fundamentreste, die besonders gut am südlichen Stolper Feld zu sehen sind und gerne als Feierplatz genutzt werden. Wir haben mit den Heimatfreunden Hohen Neuendorf e.V. Kontakt aufgenommen, um gemeinsam herauszufinden, was dort mal gewesen ist. Matthias Salchow von den Heimatfreunden Hohen Neuendorf e.V. hat  bereits letztes Jahr zu diesem Ort wichtige Informationen gesammelt und wir wurden über einen Beitrag in einer lokalen Zeitung darauf aufmerksam.

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