Winterstimmung 2026

Liebe Freundinnen und Freunde des Stolper Feldes,
seit gestern Abend werden wir mit einem für uns inzwischen ungewöhnlichen Bild beschenkt: Das neue Jahr beginnt bei uns unter einer geschlossenen Schneedecke. Das Stolper Feld liegt still und hell da, eingehüllt in Winterruhe – und zugleich voller Leben.

Heute Morgen bei unserer „Hunderunde“ war auf dem kleinen Hügel schon einiges los: Es wurden Schlitten gezogen, Spuren in den Schnee gemalt, Schneemenschen gebaut. Während unter der weißen Decke Samen ruhen und Wurzeln Kraft sammeln, wird das Feld ganz selbstverständlich zum Ort der Begegnung, der Freude und des Miteinanders.

Diese Gleichzeitigkeit zeigt mir: Schutz und Spiel, Stille und Bewegung, Rückzug und lebendige Nutzung. Sie erinnert daran, worum es uns im Verein geht – einen Raum zu bewahren, in dem Vielfalt wachsen darf, für Pflanzen und Tiere ebenso wie für Menschen.

Neben unseren Projekten dürfen neuerdings auch viele junge Obstbäume wachsen, die von der Stadt Hohen Neuendorf im nördlichen Teil des Pechpfuhlwegs gepflanzt wurden. Welche und wie viele es sind, werden wir bald erfahren.

Wir danken euch für eure Verbundenheit, eure Aufmerksamkeit und eure Bereitschaft, dieses Feld mitzutragen – im Tun und im Dasein. Naturschutz bedeutet auch, dem Leben zu erlauben, sich in seinem eigenen Rhythmus zu entfalten.

Möge das kommende Jahr uns weiterhin darin stärken, dem Stolper Feld mit Achtsamkeit, Respekt und Freude zu begegnen – offen für das Leise wie für das Lebendige.

Von Herzen alles Gute für das neue Jahr und Danke für das gemeinsame Wirken an diesem besonderen Ort.

Was ist los am Golfplatzzaun?

Wer in den letzten zwei Wochen in der Nähe des Golfplatzes unterwegs war, hat sicherlich die Veränderungen am Rand des Geländes bemerkt. Direkt am Zaun wurde Gehölz geschnitten und eine Fahrbahn angelegt. Auch am Zaun selbst sind neue Stahlpfosten gesetzt worden und an vielen Stellen im unteren Bereich des Zaunes sind geflickte Stellen zu entdecken. Die ersten Anfragen, was denn da passiert, haben uns erreicht. Menschen, die häufig dort entlang gehen, haben ihre Sorge geäußert, dass vor allem der naturbelassene Teil zwischen Weiden-, Pfechpfuhlweg und Ackergrenze in Golfplatzrasen umgewandelt wird.

Wir haben direkt beim Greenkeeper nachgefragt und erfahren, dass der gerodete Streifen und die Fahrbahnen zur Zaunkontrolle aufgrund von Wildschwein-Problemen auf dem Golfplatz notwendig geworden sind. Das Schnittgut wird perspektivisch zu Benjeshecken/Totholzhecken verbaut. Die Anlage der Fahrbahnen und der Freischnitt erfolgte bereits im letzten Winter rund um den westlichen Teil des Golfplatzes. In diesem Winter ist der östliche Bereich direkt am Zaun dran.

Material für Benjeshecken (© Schlegel)

Der Naturbereich im oben erwähnten Bereich bleibt bestehen, denn er ist eine geschützte Ausgleichsfläche für die Anlage des Golfplatzes. So haben vor allem die Fasane, die dort inzwischen heimisch sind, ihr Zuhause. Während der Besichtigung des Bereiches, um die Fotos zu machen, stolzierten in der Nähe dann wie gerufen auch drei wunderschöne Fasane über den Golfrasen. Die Natur und der Sport können auf diesem Gelände auch zukünftig miteinander leben, so wie das Motto auf dem Schild verspricht.

Golfplatz für alle (© Schlegel)

Geschenke für die Natur

Ein Beitrag von Antje Schreiber und Kirsi Blank

Wir freuen uns über die Angebote von Antje und Kirsi, die kreative und naturverbunden Aktionen für Kinder rund ums Stolper Feld in Kooperation mit unserem Verein anbieten. Was sie im Herbst erlebt haben, erzählen sie hier selbst:

Im Oktober folgte eine große Gruppe von Kindern im Alter von fünf bis sieben Jahren unserer Einladung, ein Geschenk für die Natur zu gestalten.

Wir trafen uns im kleinen Wäldchen der Invalidensiedlung. Während jeder kleine und große Schritt ein Rascheln im bunten Herbstwald auslöste, machten wir uns auf die Suche nach unzähligen Früchten der Natur, um ein Mandala für „Mutter Erde“ zu kreieren. Im Herbst ist es Zeit, ihr „Danke“ zu sagen für all das, was sie uns das gesamte Jahr über zum Leben, zum Nähren, zum „Wohligfühlen“ schenkt. So entstand mit sprühender Energie und Freude ein buntes Bild, gefüllt mit den schönsten Farben der Natur!

Ein zweites, großes Mandala haben wir gemeinsam mit den Hortkindern der Victor–Gollancz–Grundschule kreiert.

Aufgrund der nassen Morgenstunden begannen wir unsere Begrüßungsrunde auf dem Gelände der Pfadfinder und gingen anschließend in den Ludwig–Lesser–Park. Der Regen störte in keinster Weise das aktive Treiben der neugierigen Kinder. Wie von Zauberhand entstand ein liebevoll gestaltetes Bild mit farbenfrohen Geschenken aus der Natur: Blätter, Beeren, Kastanien und noch viel mehr Früchte fanden sich in einem großen Kreis zu fantasievollen Mustern zusammen.

Passend zu Halloween wollten wir uns ein zweites Mal mit den Hortkindern, zum „Baumgeister–Basteln“ zusammen finden. Doch leider mussten wir die Aktion aufgrund von zu stürmischem Wetter verschieben. Das holen wir im nächsten Jahr nach!

Weitere kreative und naturpädagogische Angebote für 2026 sind in Planung. Nähere Infos gibt es hier.
Anmeldung unter:

 

Benjesheckenbau am Zernsdorfer

Am Zernsdorfer Weg wurden von vier Vielfalter*innen mit Sägeschein einige Traubenkirschen gefällt, weil sie den Obstbäumen den Platz streitig gemacht haben.

Das Schnittgut war reichlich und wir haben am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein und Kälte unsere erste, diesjährige Benjeshecke gebaut. Die Erfahrung von einigen Vielfalter*innen machte es für uns leicht, dieser Hecke ein stabiles Fundament mit dicken Stämmen und Ästen zu geben und die kleineren Zweige dazwischen zu flechten. Wir mussten die, vom Sägeteam toll vorbereiteten Äste, noch in die richtigen Längen schneiden, den einen und anderen dicken Stamm zur Hecke transportieren und waren nach 1,5 Stunden mit der ersten (von voraussichtlich drei) größeren Benjeshecken fertig.

Bei heißem Kakao, Tee und den ersten Lebkuchen haben wir unsere Arbeit bewundert und waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es wartet noch einiges an Schnittgut auf uns, sodass wir bald weiterbauen können.

Unser Dank gilt dem Sägeteam Dieter, Gerd, Jürgen und Martina für die Fällarbeiten und die tolle Vorbereitung des Schnittgutes und dem Benjesheckenteam Anke, Birgit, Kathrin M., Kathrin S., Mattze und Thomas. Und ein Dank an Mone für die Fotos.

Farbwunder am Stolper Feld

Der November zeigt sich in diesem Jahr mit besonders schönen Farben. Ich habe die sonnigen Tage genutzt und ein paar Schätze entdeckt, die das Auge erfreuen und die Stimmung heben. Vor allem das große Feld zwischen Weiden-, Mauer- und Pechpfuhlweg erfreut uns in diesem Jahr mit der blühenden Phacelia. Viele Menschen fragen, was das für eine Pflanze ist und wofür sie gedacht ist.

Blühendes Phacelia-Feld (© Schlegel)

Im Sommer kennen wir sie als Pflanze in den Blühstreifen, wo sie vielen Insekten Nahrung bietet. Jetzt wurde sie im September nach der Ernte als Gründüngung ausgebracht. Sie ist eine Zwischenbegrünung und soll dem Boden als Erosionsschutz und als Unkrautunterdrückung dienen. Außerdem bindet sie Stickstoff im Boden und bildet durch ein dichtes Wurzelwerk reichlich Biomasse. Die Wurzeln reichen bis zu 60 cm tief in den Boden und helfen beim Humusaufbau. Im Winter stirbt sie bei Minusgraden ab und hinterlässt eine Mulchschicht auf dem Acker, der den Boden bedeckt und schützt. Im Frühjahr wird die Biomasse eingearbeitet. Für 2026 ist auf der Fläche der Anbau von Futtermais geplant.

Die Insekten, die jetzt noch unterwegs sind, erfreuen sich an einer späten Mahlzeit.

Neben der Phacelia haben mich noch andere Pflanzen und Bäume erfreut. Hier und da sind noch die strahlenden Farben vom Sommer zu sehen, die sich mit der herbstlichen Färbung und dem Ende der Vegetationszeit mischen. Es lohnt sich, mit Ruhe und Gemütlichkeit durch die Natur zu schlendern und zu entdecken.

5 Jahre Vielfalt für das Stolper Feld

Am 25.10.2020 haben wir unseren Verein offiziell gegründet.

Vereinsgründung im Grünen (© Schlegel)

Wir blicken zurück und sind stolz auf das, was wir alle zusammen erreicht haben.

Danke an alle Wegbereiter*innen und Wegbegleiter*innen!

Das wird gefeiert! (© Schlegel)

Die Vielfalt-Bank ist umgezogen

Gestern war es so weit: Unsere 6. Wildholzbank hat sich mithilfe von Karsten, Sandro und Jürgen auf den Weg zum neuen Standort gemacht. Von der Gollancstraße/Mauerweg, wo sie seit unserem Sommerfest Anfang September stand und viele Menschen zum Verweilen eingeladen hat, ging es über den Mauerweg Richtung Pechpfuhlweg zum neuen „Lieblingsort“. Schon der Transport hatte Seltenheitswert. Karsten und Sandro, ihr habt ganz schön geschuftet.

Der neue „Lieblingsort“ befindet sich an einer Stelle, an der sowohl der Golfplatz als auch das Feld betrachtet werden können. Wer sich auf die Suche begeben möchte, sollte den Weg Nr. 6D erforschen. Unserer Wegenetzkarte zur Orientierung gibt es hier.

Danke, Karsten, Sandro und Jürgen, wir freuen uns über ein weiteres Unikat am Stolper Feld.

Die 6. Bank ist da

Schon vor dem Sommerfest am 7. September wurde unsere neue Wildholzbank der Öffentlichkeit präsentiert. Karsten hat nach einem Jahr wieder ein besonderes Modell erschaffen, welches zur Zeit noch an der Kreuzung Gollanczstraße/Mauerweg zu finden ist.

Unsere neue Bank (© Schlegel)

Die Bank bietet vier Sitzplätze, die wir inzwischen auch brauchen, weil die anderen fünf Bänke häufig schon besetzt sind. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit.

Die neue Bank steht nur vorübergehend an ihrem jetzigen Standort. Wir haben das Sommerfest genutzt, um schon mal die eine und andere Sitzprobe zu ermöglichen. In Kürze wird sie an den für sie vorgesehenen Standort umziehen. Wo dieser ist, bleibt noch ein Geheimnis, welches wir bald lüften werden.

Feldfest der Vielfalt

Wir danken für

  • Sonne, Schatten und angenehme Temperaturen,
  • Apfelkuchen, Muffins und Hefezopf,
Kuchenbuffet 2025 (@ Jürgen Ohlhoff)
  • Honigauswahl, Marmeladen und Spinnrad,
  • Tische, Bänke und Stühle,
  • Vielfalter*innen, Gäste und Erholungssuchende sowie
  • Gespräche, Händeschütteln und Kennenlernen.

Es war wieder ein besonderes Erlebnis am Stolper Feld.