Ackerfrüchte auf den Stolper Feldern

Zurzeit liegt immer wieder ein markanter Duft in der Luft rund um die Stolper Felder. Viele kennen ihn aus der Landwirtschaft: Es riecht nach Gülle. Aktuell wird auf dem großen Acker zwischen Frohnau und dem Querweg Schweinegülle ausgebracht, um den Boden für den diesjährigen Maisanbau vorzubereiten.

Wir möchten diese Phase nutzen, um einen Überblick zu geben: Auf unserer Karte ist zu sehen, wo welche Ackerfrüchte wachsen. Gerste, Raps und Weizen stehen bereits auf den Feldern, während der Mais in den kommenden Tagen ausgesät wird.

Getreide und Mais prägen seit vielen Jahren das Bild der Stolper Felder. In diesem Jahr kommen jedoch zwei neue Entwicklungen hinzu:

Auf einer etwa 3 Hektar großen Fläche der FrohLaWi wird Luzerne in Streifen angebaut. Diese dient nicht nur als Futterpflanze, sondern reichert den Boden auf natürliche Weise mit Stickstoff an. Zwischen den Luzernestreifen entstehen bewusst Bereiche für mehr Biodiversität.

Direkt angrenzend, auf rund 4 Hektar, wächst unser neues Sonnenblumenfeld – ein gemeinsames Projekt unseres Vereins, der Stadt Hohen Neuendorf und des bewirtschaftenden Landwirts.

Dieses Feld ist mehr als nur ein neuer Anblick: Es steht für die Verbindung von Landwirtschaft, Artenvielfalt und gemeinschaftlichem Engagement. In den kommenden Wochen werden wir auf unserer Website sowie an unserem Marktstand am 9. Mai in Hohen Neuendorf ausführlicher über das Projekt berichten.

Zum Schluss noch ein Hinweis für alle, die tiefer in das Thema Landwirtschaft in Brandenburg eintauchen möchten: Ein aktueller Beitrag des rbb bietet einen guten Überblick über Anbauflächen, Betriebsstrukturen und Viehhaltung.

Getreideernte hat begonnen

Mit der Gerste wurde die Erntesaison auf den Getreidefeldern der Stolper Feldflur begonnen. Die Strohballen warten noch auf ihren Abtransport.

Gerstenernte 2024 (© Schlegel)

Der Weizen wird noch etwas länger brauchen, bis er ausgereift ist. Es ist nicht einfach, die Getreidesorten auseinander zu halten. Das merken wir immer bei unseren Marktständen, wenn wir das Getreiderätsel erraten lassen.

Für Interessierte: Ein typisches Merkmal der Gerste sind die sehr langen Grannen an den Ähren. Wenn der Wind über das Feld weht, sieht es manchmal so aus, als ob Wind über eine Wasserfläche streift.

Gerste (© Peggychoucair, Pixabay)