Mosaikmahd am Zernsdorfer Weg

Seit Anfang Juni wird auf unserer Patenschaftsfläche am Zernsdorfer Weg wieder gemäht. In diesem Jahr erhalten wir dabei Unterstützung von Maik Drobniewski. Mit seinem Unternehmen La Madre Tierra stellt er den Schutz der Natur in den Mittelpunkt und ist damit ein wertvoller Partner für die Landschaftspflege auf unserer Fläche.

Maik in Aktion (© Schlegel)

Bereits große Teile des Geländes wurden nach dem Prinzip der Mosaikmahd gemäht. Diese Form der Mahd gilt als besonders schonend für die Tierwelt: Die Fläche wird abschnittweise bearbeitet, sodass Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten in die stehen gebliebenen Bereiche ausweichen können. Nach ein bis zwei Wochen werden dann die nächsten „Mosaiksteine“ gemäht. Das Schnittgut bleibt zunächst einige Tage liegen und wird anschließend von uns zusammengeharkt und von der Fläche entfernt. So gelangt weniger Nährstoff in den Boden. Auf diese Weise möchten wir bestimmte Bereiche am Zernsdorfer Weg langsam abmagern und damit die Vielfalt blühender Pflanzen fördern. Gleichzeitig werden dominante Hochstauden wie Kanadische Goldrute, Brennnesseln und einige Gräser zurückgedrängt.

Blühende Stauden (© Schlegel)

Auch die Schnitthöhe spielt eine wichtige Rolle. Gemäht wird in einer Höhe von etwa 15 Zentimetern, um Amphibien, Reptilien und viele andere bodenlebende Kleintiere bestmöglich zu schützen.

Besondere Aufmerksamkeit galt in diesem Jahr den Zugängen zu einem Feldhasenbau. Um diese zu markieren und zu schützen, ließ Maik einige Grasinseln stehen.

Für einen spannenden Moment sorgten außerdem zahlreiche schwarze Raupen, die an Brennnesseln entdeckt wurden. Da sich die Fundstelle in der Nähe von Eichen befand, dachten wir zunächst an den Eichenprozessionsspinner und waren entsprechend alarmiert. Mithilfe einer Bestimmungs-App konnten wir jedoch schnell Entwarnung geben: Es handelte sich um hunderte Raupen des Tagpfauenauges. Darüber haben wir uns natürlich sehr gefreut – und die Fläche wurde selbstverständlich nicht weiter gemäht.

Wenn die Arbeiten von Maik abgeschlossen sind, werden wir in den kommenden Wochen selbst weiter aktiv sein. Mit unserer vereinseigenen Motorsense möchten wir die Zugänge zu den Birnbäumen freischneiden, damit die Ernte für Birnenliebhaber*innen leichter wird. Die Bäume tragen bereits viele Früchte, und wir hoffen auf eine ebenso reiche Birnenernte wie in den vergangenen Jahren.

Wer mehr über naturschonende Mahd erfahren möchte, findet im NABU-Beitrag „Lass Gras drüber wachsen“ viele weitere Informationen.

Mahdhügel (©Mattze)

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