Garten, Grünzeug & Gedöns – wir sind dabei!

Am Samstag, den 9. Mai, findet von 11 bis 17 Uhr der Markt Garten, Grünzeug & Gedöns auf dem Rathausplatz in Hohen Neuendorf statt – und wir vom Verein Vielfalt für das Stolper Feld freuen uns auf viele schöne Begegnungen an unserem Stand, den wir wieder mit dem FrohLaWi e. V. teilen.

Mit dabei sind Infos zu unseren vielfältigen Projekten rund um Natur, Artenvielfalt und gemeinsames Engagement vor Ort. Außerdem warten wieder unser beliebtes Vogelrätsel, ein Glücksrad mit kleinen Gewinnen und diesmal ganz neu: spannende Einblicke in unser Sonnenblumenfeld-Projekt am Stolper Feld.

Unser Markstand im letzten Jahr (© Schlegel)

Passend dazu gibt es auch ein kleines Sonnenblumenquiz mit Fragen rund um die leuchtenden Sommerboten.

Kommt gerne vorbei, dreht am Glücksrad, rätselt mit uns oder kommt einfach ins Gespräch – wir freuen uns auf euch!

Das Vielfalt-Sonnenblumenfeld

Nach dem letzten großen Regen vor einer Woche wurden 140 kg Sonnenblumensamen auf dem 4 Hektar großen Feld zwischen Mauerweg und Zernsdorfer Weg eingesät. Gestern konnten wir rund um die Fläche die ersten Schilder zu unserem Projekt aufstellen. Ein großes Dankeschön an das „Sonnenblumenfeld-Team“ Uta, Kathrin, Mone und Jürgen O. für die Schilder und die handwerkliche Unterstützung vor Ort und an Jürgen K. für den Erdbohrereinsatz.

Hintergründe zum Sonnenblumenfeld sind hier zu finden.

In den kommenden etwa 14 Tagen beobachten wir, wie stark die Beikräuter wachsen. Dann entscheiden wir, ob ein weiterer Arbeitsschritt notwendig wird: das sogenannte Striegeln. Dabei wird mit einem Hackstriegel – einem leichten, der Egge ähnlichen Gerät – die obere Bodenschicht bearbeitet. Die feinen Metallzinken reißen dabei junge Beikräuter heraus und verschütten sie, während die kräftigeren Sonnenblumenpflanzen stehen bleiben. So kann auf den Einsatz chemischer Mittel verzichtet werden.

Im nächsten Schritt werden wir die Schutzzone im Inneren des Feldes kennzeichnen. Und dann darf die Natur ihren Teil beitragen: etwas Sonne, hin und wieder ein sanfter Landregen – und mit der Zeit entsteht hoffentlich ein leuchtendes, gelbes Blütenmeer.

Naturbegegnungen für Kinder – Ein Rückblick

Ein Beitrag von Antje Schreiber und Kirsi Blank

Die Planung unserer Veranstaltungen für 2026 ist abgeschlossen und die Termine findet ihr HIER.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr sind wir voller Dankbarkeit für die vielen Begegnungen mit den teilnehmenden Kindern, jeder Termin hat uns richtig viel Spaß gemacht. Egal, wie groß die Gruppe war, es gab immer ein tolles Miteinander. Wir haben nur einen Hort-Ferien-Termin aufgrund des Wetters absagen müssen, ansonsten wurden wir oft auch trotz anderslautenden Voraussagen positiv überrascht. „Naturbegegnungen für Kinder – Ein Rückblick“ weiterlesen

Winterstimmung 2026

Liebe Freundinnen und Freunde des Stolper Feldes,
seit gestern Abend werden wir mit einem für uns inzwischen ungewöhnlichen Bild beschenkt: Das neue Jahr beginnt bei uns unter einer geschlossenen Schneedecke. Das Stolper Feld liegt still und hell da, eingehüllt in Winterruhe – und zugleich voller Leben.

Heute Morgen bei unserer „Hunderunde“ war auf dem kleinen Hügel schon einiges los: Es wurden Schlitten gezogen, Spuren in den Schnee gemalt, Schneemenschen gebaut. Während unter der weißen Decke Samen ruhen und Wurzeln Kraft sammeln, wird das Feld ganz selbstverständlich zum Ort der Begegnung, der Freude und des Miteinanders.

Diese Gleichzeitigkeit zeigt mir: Schutz und Spiel, Stille und Bewegung, Rückzug und lebendige Nutzung. Sie erinnert daran, worum es uns im Verein geht – einen Raum zu bewahren, in dem Vielfalt wachsen darf, für Pflanzen und Tiere ebenso wie für Menschen.

Neben unseren Projekten dürfen neuerdings auch viele junge Obstbäume wachsen, die von der Stadt Hohen Neuendorf im nördlichen Teil des Pechpfuhlwegs gepflanzt wurden. Welche und wie viele es sind, werden wir bald erfahren.

Wir danken euch für eure Verbundenheit, eure Aufmerksamkeit und eure Bereitschaft, dieses Feld mitzutragen – im Tun und im Dasein. Naturschutz bedeutet auch, dem Leben zu erlauben, sich in seinem eigenen Rhythmus zu entfalten.

Möge das kommende Jahr uns weiterhin darin stärken, dem Stolper Feld mit Achtsamkeit, Respekt und Freude zu begegnen – offen für das Leise wie für das Lebendige.

Von Herzen alles Gute für das neue Jahr und Danke für das gemeinsame Wirken an diesem besonderen Ort.

Farbwunder am Stolper Feld

Der November zeigt sich in diesem Jahr mit besonders schönen Farben. Ich habe die sonnigen Tage genutzt und ein paar Schätze entdeckt, die das Auge erfreuen und die Stimmung heben. Vor allem das große Feld zwischen Weiden-, Mauer- und Pechpfuhlweg erfreut uns in diesem Jahr mit der blühenden Phacelia. Viele Menschen fragen, was das für eine Pflanze ist und wofür sie gedacht ist.

Blühendes Phacelia-Feld (© Schlegel)

Im Sommer kennen wir sie als Pflanze in den Blühstreifen, wo sie vielen Insekten Nahrung bietet. Jetzt wurde sie im September nach der Ernte als Gründüngung ausgebracht. Sie ist eine Zwischenbegrünung und soll dem Boden als Erosionsschutz und als Unkrautunterdrückung dienen. Außerdem bindet sie Stickstoff im Boden und bildet durch ein dichtes Wurzelwerk reichlich Biomasse. Die Wurzeln reichen bis zu 60 cm tief in den Boden und helfen beim Humusaufbau. Im Winter stirbt sie bei Minusgraden ab und hinterlässt eine Mulchschicht auf dem Acker, der den Boden bedeckt und schützt. Im Frühjahr wird die Biomasse eingearbeitet. Für 2026 ist auf der Fläche der Anbau von Futtermais geplant.

Die Insekten, die jetzt noch unterwegs sind, erfreuen sich an einer späten Mahlzeit.

Neben der Phacelia haben mich noch andere Pflanzen und Bäume erfreut. Hier und da sind noch die strahlenden Farben vom Sommer zu sehen, die sich mit der herbstlichen Färbung und dem Ende der Vegetationszeit mischen. Es lohnt sich, mit Ruhe und Gemütlichkeit durch die Natur zu schlendern und zu entdecken.

Feldfest der Vielfalt

Wir danken für

  • Sonne, Schatten und angenehme Temperaturen,
  • Apfelkuchen, Muffins und Hefezopf,
Kuchenbuffet 2025 (@ Jürgen Ohlhoff)
  • Honigauswahl, Marmeladen und Spinnrad,
  • Tische, Bänke und Stühle,
  • Vielfalter*innen, Gäste und Erholungssuchende sowie
  • Gespräche, Händeschütteln und Kennenlernen.

Es war wieder ein besonderes Erlebnis am Stolper Feld.

Sommerstimmung mit Regenbogen

Nach 4 Wochen „Feld-Pause“ habe ich in den letzten Tagen wieder die Fülle und die Schönheit vor der Haustür bewundern können. Vor allem der segensreiche Regen der vergangenen Tage hat der Natur wieder Kraft gegeben.

Sommerpflaumen in Hülle und Fülle (© Schlegel)

Den Auftakt hat ein doppelter Regenbogen am vergangenen Donnerstag gemacht. Wir waren abends noch am Feld eine „Runde drehen“ und konnten das Naturschauspiel in voller Länge bewundern. Der Regenbogen hat sich langsam aufgebaut, sich einmal in sich selbst gespiegelt und durch einen zweiten Bogen ergänzt konnte ich den Mund vor Staunen nicht mehr schließen. Bestimmt 20 Minuten haben wir nur dagestanden und „Ohhhh“ und „Ahhh“ gesagt. Die Kamera war diesmal nicht dabei und so hoffe ich, dass viele Menschen diesen Moment auch genießen konnten. „Sommerstimmung mit Regenbogen“ weiterlesen

Besuch beim Weizen

Ein Beitrag von Gitty Henschke

Es wurde für die 3. Klasse der Waldorfschule im Märkischen Viertel Zeit, die Gräser und Unkräuter auf ihrem, im Oktober letzten Jahres ausgesäten, kleinen Weizenfeld bei den FrohLaWis zu jäten.  Pünktlich um 9 Uhr kamen 32 gut gelaunte Schüler*innen – mit ihrer Klassenlehrerin und von einem Sozialpädagogen begleitet – bei schönstem Wetter auf die Stolper Felder. Dieses Mal hatten sie noch zwei weitere Aufgaben: Das Aussäen einer Blühmischung auf dem Feldstreifen am Zaun und Malen an ihrem Weizenfeld .

Für die erste Aufgabe wurden 8 Teams gebildet, die jeweils auf einem 5 m breiten Streifen die feinen, vorbereiteten Samen mit Sandgemisch unter Anleitung  aussäten. Einige hatten sogar kleine Gießkassen mitgebracht, so wurde das Feld auch gleich ein wenig gewässert und die Samen vorsichtig eingeharkt. Die dritte Aufgabe war das Zeichnen  des Weizens. Es sind wahrlich sehr schöne Kunstwerke entstanden. Alle hoffen wir, dass ein kleiner bunter Blumenstreifen trotz der Trockenheit erblühen wird.

Alle bei der Arbeit (© Gitty Henschke)

Zum Schluss gab es als Dank einen Vitamin-Snack, welcher im Nu verspeist wurde. Kein Wunder, denn nach der vielen Arbeit waren die Kids hungrig.  Im Juli kommen sie wieder zum Ernten ihres selbst angebauten Weizens.

Das gemeinsame Einbringen der Blühmischung hat sowohl den Kids als auch den beiden Senior*innen Wilhelm und Gitty sehr viel Spaß bereitet. Wir freuen uns auf weitere Aktionen mit Kindern auf dem Feld.

Frühlingsboten-Kartierung

Wir befinden uns inzwischen mitten im Frühling und somit war es für uns höchste Zeit, die früh blühenden Pflanzen am Zernsdorfer zu besuchen und in unserem im August 2024 begonnenen Kartierungsprojekt zu erfassen. Zu zweit waren wir am 5. April für knapp 3 Stunden mit Klemmbrett, Listen und Pflanzenbestimmungs-App unterwegs und haben wieder einige für uns neue Arten erforscht. Unser Fokus lag auf den blühenden Gewächsen, die nur für 2–3 Wochen um diese Zeit des Jahres zu finden sind.

Die rote Taubnessel war stark vertreten und uns schon bekannt. Neu für uns waren Efeu-Ehrenpreis und Sand und Ackerhornkraut, die in mehreren der festgelegten Abschnitte zu finden waren.

Eine Überraschung war die blühende Vielfalt rund um eine alte Eiche: Scharbockskraut, Sternhyazinthe, Waldveilchen und eine Kaiserkrone. Wir vermuten, dass die Pflanzen die Gelegenheit ergriffen haben, umzuziehen und mit einer Ladung Gartenabfälle ihren Weg zum Zernsdorfer gefunden haben.

Nachdem ich gestern wieder am Zernsdorfer Weg war und die blühenden Birnbäume bewundert habe, fiel mir auf, dass die meisten blühenden Pflanzen, die wir Anfang April noch bestimmt haben, nahezu vollständig verblüht sind. Wir hätten sie nicht erfassen können, wenn wir uns nicht so frühzeitig auf den Weg gemacht hätten.

 

Entdeckungstour „Winterpilze“

Unsere Premiere war ein voller Erfolg. Janina und Hannes lockten uns am Samstag für 2 Stunden in den Wald und zum Zernsdorfer Weg, um dort Pilze, Baumperlen und Müll zu entdecken und zu sammeln. Vom FrohLaWi-Feld ging es den kurzen Weg zum Wald an der Invalidensiedlung, wo wir nach nicht mal 2 Metern bereits die ersten Pilzschönheiten fanden. Es wurde bewundert, bestimmt und nachgefragt und wir haben jede Menge, auch essbare Pilze entdeckt. Das achtsame Vorgehen von Janina und Hannes hat uns den Blick auf die Schönheit der Pilzwelt richten lassen und wir waren erstaunt, welche Schätze der Wald für uns bereithält, wenn wir nur ganz genau hinschauen.

Nach 1,5 Stunden ging es von der Invalidensiedlung noch zum Waldstück des Zernsdorfer Wegs, wo die Austernseitlinge und Samtfuß-Rüblinge am Totholz auf uns warteten. Die meisten Exemplare waren allerdings schon zu alt oder zu klein oder von Maden und anderen Zersetzungslebewesen bearbeitet.

Neben den Pilzen haben wir auch eine beachtliche Menge an Müll gesammelt. So haben wir von der Natur genommen und die Natur von Glas, Plastik und Anderem befreit.

Wer in die Pilzwelt eintauchen möchte, kann das bis zum 6. Juli 2025 in Wandlitz bei der Sonderausstellung „Faszination Pilze“ tun. Weitere Informationen dazu finden sich hier.

Danke an Janina und Hannes (und Miri) für diesen Spaziergang der besonderen Art!