Ackerfrüchte auf den Stolper Feldern

Zurzeit liegt immer wieder ein markanter Duft in der Luft rund um die Stolper Felder. Viele kennen ihn aus der Landwirtschaft: Es riecht nach Gülle. Aktuell wird auf dem großen Acker zwischen Frohnau und dem Querweg Schweinegülle ausgebracht, um den Boden für den diesjährigen Maisanbau vorzubereiten.

Wir möchten diese Phase nutzen, um einen Überblick zu geben: Auf unserer Karte ist zu sehen, wo welche Ackerfrüchte wachsen. Gerste, Raps und Weizen stehen bereits auf den Feldern, während der Mais in den kommenden Tagen ausgesät wird.

Getreide und Mais prägen seit vielen Jahren das Bild der Stolper Felder. In diesem Jahr kommen jedoch zwei neue Entwicklungen hinzu:

Auf einer etwa 3 Hektar großen Fläche der FrohLaWi wird Luzerne in Streifen angebaut. Diese dient nicht nur als Futterpflanze, sondern reichert den Boden auf natürliche Weise mit Stickstoff an. Zwischen den Luzernestreifen entstehen bewusst Bereiche für mehr Biodiversität.

Direkt angrenzend, auf rund 4 Hektar, wächst unser neues Sonnenblumenfeld – ein gemeinsames Projekt unseres Vereins, der Stadt Hohen Neuendorf und des bewirtschaftenden Landwirts.

Dieses Feld ist mehr als nur ein neuer Anblick: Es steht für die Verbindung von Landwirtschaft, Artenvielfalt und gemeinschaftlichem Engagement. In den kommenden Wochen werden wir auf unserer Website sowie an unserem Marktstand am 9. Mai in Hohen Neuendorf ausführlicher über das Projekt berichten.

Zum Schluss noch ein Hinweis für alle, die tiefer in das Thema Landwirtschaft in Brandenburg eintauchen möchten: Ein aktueller Beitrag des rbb bietet einen guten Überblick über Anbauflächen, Betriebsstrukturen und Viehhaltung.

Leuchtturmprojekt FrohLaWi

Die Stolper Felder und unsere beiden Vereine – Vielfalt und FrohLaWi – sind inzwischen über die Grenzen Berlins hinaus bekannt geworden. Nachdem wir im vergangenen Jahr im rbb porträtiert wurden, gibt es nun auch einen Film, der die Arbeit der FrohLaWi in den Mittelpunkt stellt.

Im Rahmen der Initiative „Berlin gärtnert“ der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt werden unterschiedliche Formen des Gärtnerns vorgestellt. In einer eigenen Rubrik wird dort auch das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft näher beleuchtet.

Es freut uns, dass die FrohLaWi als Leuchtturmprojekt ausgewählt wurde. Entstanden ist ein liebevoll gestalteter, kurzer Film, der die Idee, den Gemüseanbau und vor allem die Menschen dahinter sichtbar macht.

Der etwa fünfminütige Beitrag lädt dazu ein, in die sommerliche Atmosphäre auf dem Stolper Feld einzutauchen und den Acker aus ganz verschiedenen Perspektiven zu erleben.

Besuch beim Weizen

Ein Beitrag von Gitty Henschke

Es wurde für die 3. Klasse der Waldorfschule im Märkischen Viertel Zeit, die Gräser und Unkräuter auf ihrem, im Oktober letzten Jahres ausgesäten, kleinen Weizenfeld bei den FrohLaWis zu jäten.  Pünktlich um 9 Uhr kamen 32 gut gelaunte Schüler*innen – mit ihrer Klassenlehrerin und von einem Sozialpädagogen begleitet – bei schönstem Wetter auf die Stolper Felder. Dieses Mal hatten sie noch zwei weitere Aufgaben: Das Aussäen einer Blühmischung auf dem Feldstreifen am Zaun und Malen an ihrem Weizenfeld .

Für die erste Aufgabe wurden 8 Teams gebildet, die jeweils auf einem 5 m breiten Streifen die feinen, vorbereiteten Samen mit Sandgemisch unter Anleitung  aussäten. Einige hatten sogar kleine Gießkassen mitgebracht, so wurde das Feld auch gleich ein wenig gewässert und die Samen vorsichtig eingeharkt. Die dritte Aufgabe war das Zeichnen  des Weizens. Es sind wahrlich sehr schöne Kunstwerke entstanden. Alle hoffen wir, dass ein kleiner bunter Blumenstreifen trotz der Trockenheit erblühen wird.

Alle bei der Arbeit (© Gitty Henschke)

Zum Schluss gab es als Dank einen Vitamin-Snack, welcher im Nu verspeist wurde. Kein Wunder, denn nach der vielen Arbeit waren die Kids hungrig.  Im Juli kommen sie wieder zum Ernten ihres selbst angebauten Weizens.

Das gemeinsame Einbringen der Blühmischung hat sowohl den Kids als auch den beiden Senior*innen Wilhelm und Gitty sehr viel Spaß bereitet. Wir freuen uns auf weitere Aktionen mit Kindern auf dem Feld.

Die Schüler*innen ackern wieder

Ein Beitrag von Gitty Henschke

Am 17. Oktober war es wieder so weit: 32 Schüler*innen der diesjährigen 3. Klasse der Waldorfschule im Märkischen Viertel kamen gut gelaunt und voller Tatendrang auf das FrohLaWi-Feld. Sie wurden begleitet von ihrer Gartenbaulehrerin, der Klassenlehrerin und einem Erzieher, um auch dieses Jahr wieder ihren Winter-Weizen zu säen.

Am Zaun der FrohLaWi war bereits wieder ein Feldstück von Martin Kaupenjohann vorbereitet worden. Der Boden musste jedoch noch per Hand von jeweils einem Team, bestehend aus 6 Schüler*innen, mittels Pflugfurche bearbeitet werden, um die Körner in Reihen in die Erde zu bringen.

Nach gut 2,5 Stunden war die Arbeit geschafft  und die Kinder staunten, wie viel Anstrengung es braucht, um ein kleines Stück Feld von ca. 30 m × 2 m zu bearbeiten. Sie freuen sich trotz der vielen Arbeit darauf, im Frühjahr zum Unkrautjäten wieder zu kommen. Auch diese Klasse hatte ganz viel Spaß am Ausflug zum Stolper Feld.

Wir freuen uns darauf, auch die zukünftigen Aktionen zu koordinieren und zu begleiten.

Vielfalt war dabei: Reinickendorfer Freiwilligenbörse

Ein Beitrag von Gitty H.

Zum 1. Mal fand im Foyer des Reinickendorfer Rathauses eine Freiwilligenbörse statt. Am 30.5. von 15 bis 19 Uhr stellten ca. 85 Einrichtungen, Vereine und Träger ihre Angebote für ehrenamtliches Engagement vor. Wir haben uns einen Stand mit der FrohLaWi geteilt und waren thematisch in guter Gesellschaft neben NABU, Klimaschutzverbänden und Omas for future.

4 Stunden lang wurden Gespräche mit naturverbundenen Menschen, die an unserem Verein interessiert sind, geführt. Mehrere Frauen haben sich in die Liste für unseren Newsletter und als Interessierte eingetragen. Einige haben ihre Bereitschaft bekundet, uns bei Aktionen wie CleanUp oder Harken ehrenamtlich zu unterstützen oder bei dem einen und anderen thematischen Spaziergang mitzumachen.

Aus unserer Sicht: Ein guter Erfolg! Im nächsten Jahr sind wir wieder mit dabei!

FrohLaWi-Vielfalt Blühmischung

Am Samstag haben wir unsere diesjährige Blühmischung ausgestreut. Es war eine Premiere, denn wir haben keine Maschinen dafür genutzt, sondern per Hand ausgestreut. Mit Menschen aus beiden Vereinen haben wir eine Fläche vor dem FrohLaWi-Zaun (ca. 700 m²) und ca. 2 Hektar Ackerland mit einer 50-Arten-Blühmischung versehen.

Da wir alle keine Erfahrung mit diesem Vorgehen hatten, waren einige vorbereitende Gedanken notwendig: Wie viele Samen braucht es pro m²? Nehmen wir Sand oder anderes Material, um die Samen zu mischen und besser ausstreuen zu können? Wie viele Menschenschritte sind 1 m²? Welche Menge passt in eine Hand, sodass es für 1 m² reicht? Streuen wir nach links oder rechts? Laufen wir parallel oder einzeln? Wie kann ich die Spur halten? Reicht das Saatgut von 24 kg für die ganze Fläche?

Es hat ein bisschen Übung gebraucht, bis wir uns in der Gruppe von 8 Menschen eingespielt hatten. Nach einigen Stunden war es geschafft.

Nun warten wir auf den Regen und freuen uns auf die bunte Vielfalt in diesem Sommer!

Kräuter, Gemüse und Bodenbrüter

Am Samstag war es äußerst trubelig auf dem Stolper Feld. Um 10 Uhr startete die FrohLaWi Mitmachaktion zum Zwiebelsetzen. Die Zwiebeln wurden durch die vielen großen und kleinen Helfer*innen in Rekordgeschwindigkeit in die Erde gebracht. Und über mehrere Stunden fuhr der Traktor mit der Kartoffelsetzmaschine und brachte die Erdäpfel dahin, wo sie wachsen dürfen. Die 2 vorderen Plätze waren sehr begehrt!

Um 11 Uhr trafen sich 10 Kinder und 4 Erwachsene zum „Kräuterspaziergang für Kids“ mit Ute, unserer Kräuterfrau. Die Gruppe war 2 Stunden unterwegs und jedes Kind konnte sich am Ende eine selbst gemachte Creme mit nach Hause nehmen. Diese wurde in der Küche von Ute gerührt.

Die Kräuter rufen, los gehts!

Und für die Bodenbrüter gibt es in diesem Jahr auch wieder eine Schutzzone, die mit Schildern gekennzeichnet wurde. Wir hoffen, dass es dadurch eine ruhige Brutsaison für Schwarzkehlchen und Co. wird.

Bioreaktoren „on stage“

Gestern war wieder Drehtag auf dem FrohLaWi–Feld. Das Team vom rbb hat diesmal die von Felix entworfenen Bioreaktoren in den (Kamera-)Fokus genommen. Der Beitrag soll bald in der Sendung Gartenzeit ausgestrahlt werden. Die Aufregung war groß, vor allem bei Felix, der 6 Stunden mit dem Team unterwegs war und Interviews gegeben hat. Es wurden sehr viele Fragen gestellt und viele Szenen gedreht.

Den Anfang machte die von Felix entworfene Wurmkiste, die in einer Schubkarre mit Kamerabegleitung übers Feld geschoben wurde. Dann ging es weiter zu den Bioreaktoren, wo Felix einige Zeit vor der Kamera verbrachte.

Die „Action-Szenen“ waren das Ernten der Biomasse in Form mehrerer Schubkarren Wirsingkohlblätter, die Zerkleinerung der Biomasse per Spaten und die Befüllung der Reaktoren. Mit vor der Kamera waren Wilhelm und Martin B., die eng mit Felix zusammenarbeiten.

Handarbeit

Ein zweiter Stopp mit dem rbb–Team war am Gurnemanzpfad, wo das Projekt 2021 mit 3 Reaktoren gestartet worden war. Am Schluss gab es noch eine Szene in einem privaten Garten, in dem im Mai ein paar Eimer vom tollen Bioreaktoren–Kompost aus diesem Jahr ausgebracht und Prunkbohnen darauf angebaut wurden. Die Bohnenernte war sehr reichlich.

Wir sind gespannt, welcher Szenen die Regisseurin und das Team für den 4-minütigen Beitrag auswählen werden.

Danke, Felix, für die Idee und Dein Engagement. Und Danke an alle Beteiligten rund um das Projekt Bioreaktor! Wir sagen Bescheid, ab wann unsere Fernsehstars im rbb zu sehen sind.

Der Neue ist da!

Wir freuen uns über die Veröffentlichung unseres bereits 24. Newsletters. Wieder gibt es eine bunte Mischung an Themen. Wir erzählen in dieser Ausgabe von

  • den Sommerfesten unseres Vielfalt-Vereins und der FrohLaWis,
  • der Vielfalt auf dem Golfplatz,
  • unseren aktuellen Projekten (Müll, Wildholzbänke, Vogelwelt, etc.),
  • dem ersten historischen Rad-Spaziergang über die Felder und
  • der Situation auf den großen Schlägen.

Zeitgleich ist auch die neue FrohLaWi-Post erschienen mit vielen Neuigkeiten und Eindrücken.