Die Revitalisierung des Pechpfuhls beginnt

Lange haben wir geplant, Genehmigungen eingeholt und auf den richtigen Zeitpunkt gewartet – jetzt geht es endlich los: Am Mittwoch, dem 30. September 2026, beginnen die Arbeiten zur Revitalisierung des Pechpfuhls.

Unser Hinweisschild für die Maßnahmen (© Schlegel)

Der erste sichtbare Schritt wird dabei durchaus ungewohnt sein. Gehölze und Sträucher werden entfernt und anschließend wird die Gewässersenke vertieft. Wer den Pechpfuhl kennt und sich darüber gefreut hat, dass er in diesem Jahr wieder Wasser führt und sich dort neues Leben entwickelt hat, mag sich deshalb zunächst fragen: Warum wird hier Natur entfernt?

Gerade deshalb möchten wir transparent darüber informieren, was jetzt passiert und warum dieser Eingriff notwendig ist. Denn unser Ziel ist es, den Pechpfuhl langfristig wieder als temporäres Kleingewässer und wertvollen Lebensraum für Amphibien, Insekten und andere Kleintiere zu entwickeln.

Die ersten Insekten sind schon da (© Schlegel)

Was genau in den nächsten Tagen passiert, warum der Start verschoben werden musste und wie es mit dem Pechpfuhl weitergeht, erfahrt ihr auf unserer Projektseite. Dort werden wir auch über den weiteren Verlauf der Arbeiten informieren.

Wir freuen uns, dass dieses lange vorbereitete Projekt nun sichtbar wird – und sind gespannt auf die nächsten Schritte.

Sonnenblumen, Marienkäfer und wilde Begleitung

Unsere Sonnenblumen strecken sich der Sonne entgegen und werden von Tag zu Tag größer. Gleichzeitig wachsen auch die Beikräuter wie Beifuß, Gänsefuß und Klee, die mit unserer Sonnenblumensorte Peredovick um Wasser, Licht und Raum konkurrieren.

Das Sonnenblumenfeld Anfang Juni (© Schlegel)

Aus der Ferne scheint es manchmal, als hätten die Beikräuter die Oberhand gewonnen. Wer jedoch genauer hinschaut, entdeckt überall junge Sonnenblumen, die kräftig und stabil nach oben wachsen. Viele der ausgesäten Samen sind aufgegangen und entwickeln sich prächtig.

Besonders freuen wir uns über die zahlreichen Marienkäfer, die auf dem Feld unterwegs sind. Sie finden hier Nahrung und Lebensraum – ein schönes Zeichen dafür, dass die Natur ihren Platz bekommt. Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel schafft Raum für viele kleine und große Lebewesen, die Teil eines lebendigen Ökosystems sind.

Auch die Beikräuter gehören dazu. Sie machen deutlich, was wir mit unserem Projekt erreichen möchten: ein Feld, das nicht nur Sonnenblumen hervorbringt, sondern Vielfalt. In den kommenden Wochen werden die Pflanzen weiter wachsen und unser „Vielfalt-Sonnenblumenfeld“ immer sichtbarer.

Naturbegegnungen für Kinder – Ein Rückblick

Ein Beitrag von Antje Schreiber und Kirsi Blank

Die Planung unserer Veranstaltungen für 2026 ist abgeschlossen und die Termine findet ihr HIER.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr sind wir voller Dankbarkeit für die vielen Begegnungen mit den teilnehmenden Kindern, jeder Termin hat uns richtig viel Spaß gemacht. Egal, wie groß die Gruppe war, es gab immer ein tolles Miteinander. Wir haben nur einen Hort-Ferien-Termin aufgrund des Wetters absagen müssen, ansonsten wurden wir oft auch trotz anderslautenden Voraussagen positiv überrascht. „Naturbegegnungen für Kinder – Ein Rückblick“ weiterlesen

Farbwunder am Stolper Feld

Der November zeigt sich in diesem Jahr mit besonders schönen Farben. Ich habe die sonnigen Tage genutzt und ein paar Schätze entdeckt, die das Auge erfreuen und die Stimmung heben. Vor allem das große Feld zwischen Weiden-, Mauer- und Pechpfuhlweg erfreut uns in diesem Jahr mit der blühenden Phacelia. Viele Menschen fragen, was das für eine Pflanze ist und wofür sie gedacht ist.

Blühendes Phacelia-Feld (© Schlegel)

Im Sommer kennen wir sie als Pflanze in den Blühstreifen, wo sie vielen Insekten Nahrung bietet. Jetzt wurde sie im September nach der Ernte als Gründüngung ausgebracht. Sie ist eine Zwischenbegrünung und soll dem Boden als Erosionsschutz und als Unkrautunterdrückung dienen. Außerdem bindet sie Stickstoff im Boden und bildet durch ein dichtes Wurzelwerk reichlich Biomasse. Die Wurzeln reichen bis zu 60 cm tief in den Boden und helfen beim Humusaufbau. Im Winter stirbt sie bei Minusgraden ab und hinterlässt eine Mulchschicht auf dem Acker, der den Boden bedeckt und schützt. Im Frühjahr wird die Biomasse eingearbeitet. Für 2026 ist auf der Fläche der Anbau von Futtermais geplant.

Die Insekten, die jetzt noch unterwegs sind, erfreuen sich an einer späten Mahlzeit.

Neben der Phacelia haben mich noch andere Pflanzen und Bäume erfreut. Hier und da sind noch die strahlenden Farben vom Sommer zu sehen, die sich mit der herbstlichen Färbung und dem Ende der Vegetationszeit mischen. Es lohnt sich, mit Ruhe und Gemütlichkeit durch die Natur zu schlendern und zu entdecken.

5 Jahre Vielfalt für das Stolper Feld

Am 25.10.2020 haben wir unseren Verein offiziell gegründet.

Vereinsgründung im Grünen (© Schlegel)

Wir blicken zurück und sind stolz auf das, was wir alle zusammen erreicht haben.

Danke an alle Wegbereiter*innen und Wegbegleiter*innen!

Das wird gefeiert! (© Schlegel)

Sommerstimmung mit Regenbogen

Nach 4 Wochen „Feld-Pause“ habe ich in den letzten Tagen wieder die Fülle und die Schönheit vor der Haustür bewundern können. Vor allem der segensreiche Regen der vergangenen Tage hat der Natur wieder Kraft gegeben.

Sommerpflaumen in Hülle und Fülle (© Schlegel)

Den Auftakt hat ein doppelter Regenbogen am vergangenen Donnerstag gemacht. Wir waren abends noch am Feld eine „Runde drehen“ und konnten das Naturschauspiel in voller Länge bewundern. Der Regenbogen hat sich langsam aufgebaut, sich einmal in sich selbst gespiegelt und durch einen zweiten Bogen ergänzt konnte ich den Mund vor Staunen nicht mehr schließen. Bestimmt 20 Minuten haben wir nur dagestanden und „Ohhhh“ und „Ahhh“ gesagt. Die Kamera war diesmal nicht dabei und so hoffe ich, dass viele Menschen diesen Moment auch genießen konnten. „Sommerstimmung mit Regenbogen“ weiterlesen

Der Mais kommt zurück

2 Jahre haben wir ihn am Stolper Feld nicht mehr gesehen, nun ist er bald wieder da: Der Körnermais, der uns in den vergangenen Jahren – als Monokultur angebaut – dazu gebracht hat, unseren Verein zu gründen. Eigentlich sollte es keinen mehr geben, denn Landwirt Felix Schneermann hat vor ein paar Jahren noch gesagt, dass er keinen Mais anbaut.

Vielfalt auch bei Mais? (© Pixabay)

Jetzt hat er sich anders entschieden. „Der Mais kommt zurück“ weiterlesen

Frühlingsboten-Kartierung

Wir befinden uns inzwischen mitten im Frühling und somit war es für uns höchste Zeit, die früh blühenden Pflanzen am Zernsdorfer zu besuchen und in unserem im August 2024 begonnenen Kartierungsprojekt zu erfassen. Zu zweit waren wir am 5. April für knapp 3 Stunden mit Klemmbrett, Listen und Pflanzenbestimmungs-App unterwegs und haben wieder einige für uns neue Arten erforscht. Unser Fokus lag auf den blühenden Gewächsen, die nur für 2–3 Wochen um diese Zeit des Jahres zu finden sind.

Die rote Taubnessel war stark vertreten und uns schon bekannt. Neu für uns waren Efeu-Ehrenpreis und Sand– und Ackerhornkraut, die in mehreren der festgelegten Abschnitte zu finden waren.

Eine Überraschung war die blühende Vielfalt rund um eine alte Eiche: Scharbockskraut, Sternhyazinthe, Waldveilchen und eine Kaiserkrone. Wir vermuten, dass die Pflanzen die Gelegenheit ergriffen haben, umzuziehen und mit einer Ladung Gartenabfälle ihren Weg zum Zernsdorfer gefunden haben.

Nachdem ich gestern wieder am Zernsdorfer Weg war und die blühenden Birnbäume bewundert habe, fiel mir auf, dass die meisten blühenden Pflanzen, die wir Anfang April noch bestimmt haben, nahezu vollständig verblüht sind. Wir hätten sie nicht erfassen können, wenn wir uns nicht so frühzeitig auf den Weg gemacht hätten.

 

Birnen-Nachwuchs am Zernsdorfer Weg

Am Samstag, dem 23. November 2024, werden wir 4 junge Birnbäume pflanzen. Bei den Bäumen mit den wohlklingenden Namen Alexander Lucas, Clapps Liebling, Gellerts Butterbirne und Gräfin von Paris handelt es sich um alte Sorten. Sie wurden unserem Verein von einem Ehepaar aus Hohen Neuendorf gespendet.

Leckere Birnen (©rkrl001, Pixabay)

Heute haben wir die Pflanzlöcher ausgehoben. Bis Samstag besorgen wir noch die Stützen für die Bäume, das Pflanzsubstrat für einen guten Start und Wasser. Beim kleinen Festakt um 11 Uhr werden wir (thematisch passend) ein Getränk zum Anstoßen auf eine gesunde Zukunft mit reicher Ernte bereithalten.

Neben Luis (2024 gepflanzt) und Luise (2023 gepflanzt), den beiden Bäumchen der Sorte Gute Luise, die von einer anderen Spenderin kommen, stehen jetzt 6 neue Birnbäume am Zernsdorfer Weg. Das ist für uns ein Grund zu großer Freude.

Herzlichsten Dank an die Spender*innen!